Sport verbindet

In enger Zusammenarbeit mit der Flüchtlingssozialarbeit, dem Stadtsportbund und den Integrationsbeauftragten der Stadt Osnabrück entwickelt der TSV unter dem Titel „Sport verbindet“ stetig neue passgenaue Angebote mit dem Fokus auf die Integration. Diese Kurse sind deshalb nicht nur für Geflüchtete, sondern stehen in der Regel allen Vereinsmitgliedern offen.

Aufgrund der Geschichte und der geographischen Lage des Vereins findet Integration in allen Kursen und Gruppen stetig statt, so dass erfahrene, geschulte Übungsleiter*innen das Gesamtkonzept verinnerlicht haben.

Der TSV Osnabrück hat beispielsweise eine Cricket-Abteilung gegründet, um hier auf die große Nachfrage zu reagieren. Durch kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit und Informationsveranstaltungen soll die Sportart Cricket der Bevölkerung näher gebracht und dadurch gezeigt werden, dass Integration ein dynamischer, in beide Richtungen gehender Prozess ist.

Das allgemein Sportangebot, dass vom Landessportbund und dem Deutschen Olympischen Sportbund gefördert, wird umfasst u.a. Fitness- und Kraftsport, Fußball, Radfahren/Radtouren und ist an der Diversität der Teilnehmer*innen orientiert. Die Kurse werden regelmäßige evaluiert und stetig verbessert.

Abschluss des 18. Fahrradkurses

14 Teilnehmerinnen aus Afghanistan, Syrien, Südafrika, Kamerun und dem Sudan starteten vor zwei Monaten im Projekt „Integration erFAHREN“. Einige Frauen brachten schon ein wenig Erfahrung im Radfahren mit und wollten vor allem Sicherheit im Straßenverkehr gewinnen. Sieben legten nun den praktischen Teil der Fahrradprüfung beim Präventionsteam der Polizeiinspektion Osnabrück ab. – Die anderen und auch neue Teilnehmerinnen haben im nächsten Kurs im Frühjahr 2020 die Chance. [28.10.2019]

30 Jahre „Integration durch Sport“

An der Jahrestagung der Stützpunktvereine Ende September in Walsrode nahmen auch drei TSV-Vorstandsmitglieder teil. Zu feiern gab es das Jubiläum des Bundesprogrammes „Integration durch Sport“, das 1989 unter dem Namen „Sport für alle – Sport mit Aussiedlern“ gestartet war. Der TSV ist seit vielen Jahren erfolgreicher Bestandteil dieses Programms. [22.10.2019]

Erfolgreicher Fahrradkurs

Am 2. Juli war es wieder einmal soweit; ein weiterer Durchgang im Fahrradprojekt „Integration erFAHREN“ fand erfolgreich seinen Abschluss. Größtenteils ohne Vorkenntnisse hatten die Frauen aus Syrien, Eritrea, dem Sudan, aus Polen, Südafrika, Zimbabwe und dem Irak im März begonnen, erste zaghafte Fahrversuche zu unternehmen. Dann wurde intensiv zweimal pro Woche trainiert.

Neben einer persönlichen Urkunde, herzlichen Glückwünschen und Applaus für jede einzelne Teilnehmerin, überreicht Dirk Koentopp vom TSV Osnabrück allen Kursabsolventinnen noch einen Präsentbeutel des LandesSportBundes Niedersachsen mit einer kleinen Erstausstattung für die frisch gebackenen Radlerinnen. [10.07.2019]

Erster Fahrradkurs 2018 endet mit Prüfung

Am Anfang der Sommerferien endete der jüngste Fahrradkurs für zugewanderte Frauen im Rahmen des Projektes „Integration erFAHREN“. Kurz nach Ostern war mit 13 Teilnehmerinnen gestartet worden. Einige wenige Frauen hatten als Kind schon einmal erste Radfahrversuche unternommen, die meisten brachten jedoch keinerlei Vorerfahrungen mit. Umso erstaunlicher war es, dass die ersten Gleichgewichtsübungen sofort ohne Probleme klappten und es fast alle Frauen schon in der ersten Übungsstunde probieren wollten, mit Pedalen zu fahren. Nach erster Skepsis bei den Helferinnen wurde der Schnellstart gewagt und siehe da, es funktionierte! Lachend drehten einige Teilnehmerinnen schon am Ende des ersten Trainings selbstständig ihre Runden auf dem Schulhof. Von da an radelten die Frauen direkt drauf los – ohne Schwierigkeiten beim Anfahren, ohne Angst – eine ganz neue Erfahrung auch für das ehrenamtliche Team von Projekthelferinnen.

Mit Blick auf die Theoriekenntnisse der Teilnehmerinnen konnten sich Yvonne Hesse und Torsten Block vom Präventionsteam der Polizeiinspektion Osnabrück davon überzeugen, dass ohne Ausnahme alle Frauen erfolgreich die Straßenverkehrsregeln verinnerlicht hatten. Durch die großen Lernfortschritte der gesamten Gruppe durften sich im Anschluss elf Teilnehmerinnen auch in der Praxisprüfung im Straßenverkehr beweisen. Alle meisterten die Prüfungsstrecke mit Bravour – ein wirklich beeindruckendes Ergebnis! Zwei Teilnehmerinnen werden im nächsten Kurs noch weiter üben, um die nötige Sicherheit für das Fahren im Straßenverkehr zu erlangen. Alle Frauen durften aber schon jetzt stolz eine Urkunde entgegen nehmen, die ihnen den individuellen Lernerfolg bescheinigt. Zusätzlich überreichte Dirk Koentopp als Vorsitzender des TSV Osnabrück e.V. jeder Absolventin eine Tasche mit Radler-Equipment gesponsert vom Landessportbund Niedersachsen. Schließlich ließen die Teilnehmerinnen und das gesamte Projektteam den Kursabschluss noch feierlich gemeinsam bei Snacks und Getränken ausklingen. – Im Herbst wird es einen neuen Kurs geben und die ersten Interessentinnen haben sich schon gemeldet. [30.07.2018]

Großer Bahnhof am 13. Juli 2018 am Gleis 1

Unter dem Motto „Gemeinsam essen verbindet – Kulinarische Integration in der Osnabrücker Bahnhofsmission!“ wurden regelmäßige Gäste sowie Durchreisende am 13. Juli am Standort der Bahnhofsmission an Gleis 1 des Osnabrücker Hauptbahnhofes von geflüchteten Menschen mit warmem und vitaminreichem Essen versorgt.

Sowohl die Einheimischen als auch die Neuangekommenen haben eigene sehr individuelle (Lebens-) Wege zurückgelegt. So unterschiedlich diese Wege aussehen, so abwechslungsreich und verschieden sind auch die kulinarischen Gewohnheiten und Geschmäcker. Hierüber in den Austausch zu kommen und sich gegenseitig kennenzulernen, stand im Vordergrund dieser Aktion, die von drei ebenfalls unterschiedlichen Akteuren organisiert wurde, die sich der Thematik aus ebenso unterschiedlichen Perspektiven nähern. Der TSV Osnabrück, die ökumenische Bahnhofsmission und das Café Mandela der Diakonie griffen hier miteinander ins Rad.

Die Akteure, insbesondere der afghanische Geflüchtete Ata Mohammad Babakarkhil, der aus Dankbarkeit für die erlebte Gastfreundschaft und Hilfe seinerseits sich helfend engagieren möchte und die Idee sowie das Rezept für das geplante Essen mitgebrachte, freuten sich über viele Gäste, die vielleicht auch einfach mal die Bahnhofsmission kennenlernen und darüber hinaus die Gelegenheit nutzen wollten, mit verschiedensten Menschen in den Austausch zu kommen. [20.07.2018]